Tai Chi Hamburg
Tai Chi ist im Daoismus ein Synonym für das allerhöchste Wirkprinzip, die wörtliche Übersetzung von "Taiji" ist "Das große Ganze" oder die "Großen Gegensätze". "Quan" heißt wörtlich übersetzt "Faust". Taijiquan könnte also mit "Die Faustkampftechnik der großen Gegensätze" übersetzt werden.
Tai Chi in Hamburg: Christian Spruner von Mertz
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In fernöstlicher Bewegungskunst:
Taijiquan (Taichi)
Taijiquan (gespr. Taidschi-dschuan) ist eine traditionelle Bewegungskunst Chinas. Ursprünglich entwickelte sich Taiji als eine Kampfkunst, heute dient es eher als meditative Leibesübung, die den Körper kräftigt, ausbalanciert und widerstandsfähiger gegen Krankheiten macht. Taiji zeichnet sich dadurch aus, dass es keine altersbedingte Einschränkung gibt, da die Entwicklung der Lebensenergie „Qi“ (gespr. Tschie) anstelle von Muskelkraft und Ausdauer im Vordergrund steht. Im Gegensatz zu anderen Sportarten sind die Taiji-Übungen in der Lage auf subtile weise, gleichzeitig Körper und Geist zu entspannen zu stärken. Ein chinesisches Sprichwort lautet: „Wer sich im Taiji übt, wird so geschmeidig wie ein Kind, so kraftvoll wie ein Holzfäller und so gelassen wie ein Weiser.“
Zhaobao-Taiji
Zhaobao-Taiji (gespr. Djschabau) ist der Taijiquan-Stil, den ich speziell unterrichte und bisher als einziger im norddeutschen Raum anbiete. Zhabao-Taiji ist daher ein hierzulande noch wenig bekannter Taijiquan-Stil. Durch seine anmutigen, eleganten Bewegungen vermittelt er einen außergewöhnlichen Anblick und ist außerdem sehr verblüffend in seinen Anwendungen. Zhaobao-Taiji zeichnet sich durch eine ganz besondere Geschmeidigkeit, Flexibilität und Leichtigkeit aus. Der Anfänger kann sich schnell in die Bewegungen hineinfühlen und bekommt somit einen einfachen Zugang zu dieser Kunst. Erlernt wird eine Abfolge aus langsamen, fließenden, runden und spiralförmigen Bewegungen. Zhaobao-Taiji vermittelt ein vollkommen neues Körpergefühl, indem es entspannend, energetisierend und kräftigend zugleich auf Körper und Geist wirkt.

Qi-Gong
Qi-Gong (gespr. Tschi- Gung) stammt ebenfalls aus China und dient der ganzheitlichen Regulation von Körper, Geist und Atem. Die "achtzehn Bewegungen" haben ihren Ursprung im Taijiquan und ergänzen somit optimal den Taijiunterricht. Charakteristisch für diese Form sind ebenfalls die einfachen, leicht erlernbaren, sanften und elastischen Bewegungen. Im Unterschied zur Taijiquan-Abfolge bewegt man sich jedoch weniger durch den Raum und braucht daher weniger Platz. Die Aufmerksamkeit wird ganz auf die rund-spiralförmigen und weit-ausgedehnten Bewegungen, sowie auf das sinnliche Erfahren der Lebensenergie "Qi" gelenkt. Der Atem wird mit den Körperbewegungen synchronisiert und fließt natürlich und sanft. Der Geist wird während der Übungen zentriert, ruhig und klar. Ideal um auch mal kurz zwischendurch, für sich allein, zu Hause zu üben und frische Energie zu tanken.

Daoistische Meditation
Die daoistischen Meditationsübungen lassen sich ebenfalls sehr gut in den Taijiunterricht integrieren und dienen ebenso der Gesundung und Erholung des Menschen. Die Übungen können ganz bequem im Liegen, Sitzen oder auch im Stehen durchgeführt werden und kommen mit sehr einfachen oder gar keinen Bewegungen aus. Stattdessen wird versucht, durch Visualisierungen und bewusster, innerer Aufmerksamkeit eine energetisierende Tiefenentspannung herbeizuführen. Der Effekt ist eine spürbar positive Wirkung auf das Wohlbefinden.

Tuishou
Im Taijiquan gibt es außer der Soloform auch die Partnerübungen, genannt Kreisende-Hände (Tuishou). Tuishou beinhaltet Übungen mit festen Stand und Übungen mit flexiblen Schritten, sowie freies Pushen und Hebeln. Die verschiedenen Anwendungen und Techniken aus der Form werden innerhalb der Kreisenden-Hände-Abfolgen mit einem Partner systematisch eingeübt und trainiert, um sie dann auf ein freieres Spiel zu übertragen. Die Partnerübungen des Zhaobao-Stils sind Übungsformen, die sehr nahe an einen echte körperliche Auseinandersetzung angelehnt sind, ohne jedoch das Risiko von Verletzungen zu beinhalten. Durch die Kreisenden-Hände-Übungen kann man lernen, die Kraft und Bewegung des Partners zu nutzen, sowie die Fähigkeit entwickeln, ihn zu kontrollieren, an ihm zu haften und in ständigem Kontakt mit ihm zu bleiben. Sie bilden die Sensitivität und Reaktionsgeschwindigkeit aus und festigen die Anwendung der Griffe und Hebel.

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