Ausbildungskonzept

Um sich auszubilden zu lassen,  ist es möglich sich in der SANBAO-Schule prüfen lassen. Insgesamt gibt es 5 Graduierungen, die man durch die Prüfungen erreichen kann. Die Ausbildungs-Prüfung zum 1. und 2. Grad (Übungs- und Kursleiter) kann über die wöchentlichen Abend-Kurse in der SANBAO-Schule erfolgen.  

Die Ausbildung zum Lehrer (3. Grad) erfolgt zusätzlich über die Seminare der Grundausbildung an den Wochenenden. Die Grundausbildung bildet somit die Voraussetzung und das Fundament für die Lehrer-Prüfung. Über die regelmäßigen Wochenkurse sowie weiterführende Seminare, Reisen nach China und den Privatunterricht, kann demnach eine Vertiefung der Ausbildung erreicht werden. Zugelassen zur Prüfung der jeweiligen Ausbildungsstufe (siehe unten), werden nach Absprache nur Schüler/Innen, die zu diesem Zeitpunkt genügend Unterrichteinheiten (UE) absolviert haben. 

Die Prüfungen dienen nicht nur der Examinierung, sondern auch dazu, das Wissen zu erweitern und zu festigen. Jeder Prüfling bekommt nach der Teilnahme an der Prüfung ein Zertifikat, welches ihn dazu qualifiziert, im jeweiligen Rahmen zu unterrichten. Durch das Prüfungssystem soll gesichert werden, dass Lehrtätige entsprechend Zeit in Ihre Entwicklung investiert, sich intensiv mit den Inhalten auseinandergesetzt haben und somit einen qualitativ guten Unterricht erteilen können.

Eine sichere Didaktik und Methodik sind hierfür unerlässlich. Am wichtigsten ist und bleibt jedoch das entspannte Anleiten und Vorführen der Übungen. Auch benötigt man als Kursleiter ein hohes Energieniveau damit die TeilnehmerInnen vom Unterricht profitieren und auch um sich als Lehrer nicht zu erschöpfen. Dies kann man sich in der Regel jedoch nur aneignen, wenn man neben dem Unterricht auch für sich alleine übt. Einmal in der Woche am Unterricht teilzunehmen, reicht hierfür nicht aus. Daher verpflichtet sich jeder Auszubildende, der Unterricht geben möchte, ebenfalls für sich alleine zu üben.

 

Als Richtschnur gilt eine halbe Stunde täglich oder 3 Stunden auf die Woche verteilt.

Dem Ausbildungskonzept liegt inhaltlich ein Prüfsystem zugrunde, das aus fünf aufeinander aufbauenden Ausbildungsstufen, sogenannten Graduierungen, besteht, die den Auszubildenden dazu qualifizieren, im jeweiligen Rahmen seiner erreichten Stufe Unterricht zu geben:

 

Grad 1: ÜbungsleiterIn 

Der/die ÜbungsleiterIn ist berechtigt im Rahmen des Assistenzunterrichts, der Hospitation oder der Vertretung einzelne Übungen oder den gesamten Unterricht anzuleiten.

Es ist ihm noch nicht erlaubt, eigene Wochenkurse zu leiten.

Prüfungsvoraussetzung

Ausbildungszeit: auf wenigstens 2 Jahre verteilt mindestens 180 Unterrichtseinheiten

1UE= 60 Minuten

 

Grad 2: KursleiterIn 

Der/die Kursleiter/in ist berechtigt, fortlaufende Wochenkurse in Fitnessstudios und Vereinen sowie eigene Wochenkurse in angemieteten Räumen zu leiten. Taiji-Kursleiter dürfen als Einschränkung nur die Kurzform, nicht aber die Langform unterrichten. Qigong-Kursleiter dürfen als Einschränkung nicht die Akupressur unterrichten. (Nach Abschluss der Prüfung stellt auch das Taijiquan und Qigong Netzwerk Deutschland e. V. auf Wunsch eine Kursleiterbescheinigung aus.)

Prüfungsvoraussetzung

Ausbildungszeit: auf wenigstens 3 Jahre verteilt, mindestens 260 UE insgesamt

Hospitationszeit: 10 UE eines Einführungskurses (kann nach Absprache auch nachgeholt werden)

Assistenzzeit: 24 UE im Mittelstufenkurs (gilt nur für die Taichi-Ausbildung)

Vertretungszeit: 10 UE (kann nach Absprache auch nachgeholt werden)

 

Grad 3: LehrerIn  

Diese/r ist berechtigt, fortlaufende Wochenkurse und Seminare an den Wochenenden zu leiten. Sie/er ist berechtigt, einen eigenen Schulbetrieb (mit eigenen Räumen als Hauptmieter) zu leiten. Zudem ist er/sie berechtigt alle Inhalte aus der Grundausbildung zum Qigong- bzw Taiji-Lehrer zu unterrichten (z.B. Langform, Akupressur, Heilende Laute). Das Abhalten von Seminaren im Rahmen einer Ausbildung ist ihm nicht gestattet. (Nach Abschluss der Ausbildung stellt auch das Taijiquan und Qigong Netzwerk Deutschland e.V. auf Antrag und mit Nachweis über die Ausbildung ein Zertifikat zum/zur Qigong-LehrerIn aus.)

Prüfungsvoraussetzung

Ausbildungszeit: auf wenigstens 6 Jahre verteilt, mindestens 500 UE insgesamt

Unterrichts-Erfahrungszeit: wenigstens 3 Jahre, mindestens 180 UE nachweisbare Unterrichtserfahrung

 

Grad 4: AusbilderIn  

Die/der AusbilderIn ist berechtigt, fortlaufende Wochenkurse und regionale Wochenend- und Wochenblockseminare zu leiten, sowie KursleiterInnen und LehrerInnen entsprechend den AALL in Qigong und Taijiquan auszubilden und diese bis zum 3.Ausbildergrad zu prüfen.

(Nach Abschluss der Ausbildung kann zusätzlich auf Antrag und mit Nachweis über die Ausbildung von einem durch das Taijiquan und Qigong Netzwerk Deutschland e.V. nominierten Komitee eine zusätzliche Prüfung der voraussichtlichen AusbilderInnen vorgenommen werden. Nach erfolgreicher Absolvierung sowohl der praktischen als auch der theoretischen Prüfung, wird vom Netzwerk ein Ausbilder-Zertifikat ausgestellt, das die höchste Qualitätsstufe des Berufsbildes anerkennt.)

Prüfungsvoraussetzung

Ausbildungszeit: auf wenigstens 10 Jahre (Taiji-Lehrer 15 Jahre!)

verteilt mindestens 1000 UE insgesamt

Unterrichts-Erfahrungszeit: wenigstens 8 Jahre (Taiji-Lehrer 10 Jahre!) 

mindestens 300 UE nachweisbare Unterrichtserfahrung zusätzlich 

 

Grad 5: Meister 

Die/derjenige, der den Meistergrad verliehen bekommt, ist berechtigt, fortlaufende Wochenkurse und überregionale Wochenend- und Wochenblockseminare in Qigong zu leiten, KursleiterInnen, LehrerInnen und Ausbilder entsprechend den AALL in Qigong auszubilden und diese bis zum 4. Ausbildergrad zu prüfen.

Prüfungsvoraussetzung

Ausbildungszeit: auf wenigstens 20 Jahre (Taiji-Meister 25 Jahre!)

verteilt mindestens 1500 UE insgesamt.

Unterrichts-Erfahrungszeit: wenigstens 15 Jahre, mindestens 600 UE zusätzlich  

Der Ehren-Titel des „Großmeisters“ wird verliehen, wenn mindestens 20 weitere Jahre Übungs- und Unterrichtserfahrung vorgewiesen werden. Eine weitere Ausbildung ist für diesen Titel nicht mehr notwendig.

Die Zeitangaben der einzelnen Ausbildungsgrade sind als Mindestzeiträume zu verstehen, die durchlaufen werden müssen, bevor die Prüfung abgelegt werden kann. Der Weg der Ausbildung entspricht den allgemeinen Ausbildungsleitlinien (AALL) des BVTQ, der Bundesvereinigung für Taijiquan & Qigong Deutschland e.V (www.taijiquan-qigong.de). und des Deutschen Dachverbandes für Qigong und Taijiquan (www.ddqt.de). 

Anmeldung und Info

Christian Spruner von Mertz 

Telefon 040 - 99 99 31 55 

www.tai-chi-hamburg.de

mail@christian-spruner.de