Qigong

Qigong (gespr. Tschie-Gung) ist eine aus China stammende sehr alte, meditative und sehr sanfte Methode, um die eigene Körper/Geist /Seele-Einheit zu stärken und um sich mit der Lebensenergie (Qi), die in uns und in allen Dingen fließt, zu verbinden.

 

In den Qigong-Kursen geht es darum, sich ein breites Spektrum an Wissen und Übungen anzueignen, um sich ins Gleichgewicht zu bringen, Blockaden aufzulösen und um ein starkes Energiefeld aufzubauen, das hilft, störende, krankmachende Einflüsse von außen abzuwehren. Ohne den Aufbau und die Pflege von Qi ist ein gesundes und erfülltes Leben kaum möglich, da es die Voraussetzung dafür ist, sich kraftvoll und lebendig zu fühlen. 

 

Für den Qigong-Kurs sind die einfachen und sanften Bewegungen aus dem Taichi-Qigong, der Chinesischen Heilgymnastik, dem Spiel der fünf Tiere und den 8 Brokaten sowie den Übungen aus dem Dean-Qigong kennzeichnend. Die Übungen aus dem Dean-Qigong können ganz nach Bedarf im liegen, sitzen, stehen oder im gehen durchgeführt werden und kommen mit sehr einfachen oder gar keinen Bewegungen aus. 

Die Chinesische Heilgymnastik

Die Chinesische Heilgymnastik besteht aus insgesamt drei Übungs-Sets, die aus sehr einfachen, leicht durchführbaren, sanften und sehr effektiven Dehn- und Lockerungsübungen bestehen. Die Übungen benötigen nicht so sehr die geistige Versenkung und sind daher schnell und überall durchführbar. Sie regen den Kreislauf auf sehr angenehme Weise an und bringen Blut und  Energie im Körper zum Fließen.

 

Sie pflegen die Gelenke, Sehnen und Muskeln und sind eine wichtiger Beitrag zur Pflege der Gesundheit. Die Chinesische Heilgymnastik benötigt wenig Zeit und Raum und lässt sich daher gut in den Tagesablauf integrieren. Außerdem bereitet sie den Körper sehr gut auf das Taichi-Chuan und auf das Taichi-Qigong vor. Daher findet die Heilgymnastik sowohl im Taichi-Kurs als auch im Qigong-Kurs am Anfang als Aufwärm-Phase statt.

Taichi-Qigong

Das Taichi-Qigong hat sich in eher jüngerer Zeit (20Jh.) aus dem Taichi-Chuan entwickelt. Charakteristisch für diese Form sind die einfachen, leicht erlernbaren und sanften Bewegungen. Im Unterschied zur Taichi-Abfolge bewegt man sich jedoch nicht durch den Raum und braucht daher weniger Platz.

 

Die Aufmerksamkeit wird ganz auf die rund-spiralförmigen und weit-ausgedehnten Bewegungen, sowie auf das sinnliche Erfahren der Energie "Qi" gelenkt. Der Atem wird mit den Körperbewegungen synchronisiert und fließt natürlich und sanft. Der Geist wird während der Übungen zentriert, ruhig und klar. 

Spiel der fünf Tiere

Wu Qin Xi "Das Spiel der fünf Tiere"  (des Tigers, des Hirschen, des Bären, des Affen und des Kranichs). gehört zu den älteren Qigong-Formen und wurde vom  Arzt Hua Tuo aus dem Jahre 200 n. Chr. überliefert  Die einzelnen Tierstile im Wu Qin Xi werden jedoch nicht nur als rein körperliche Übungen ausgeführt, sondern Ziel ist es, sich das Tier vorzustellen und sich in dessen Wesen einzufühlen und dies in den Bewegungen zum Ausdruck zu bringen.

 

Die Übungen des Spiels der fünf Tiere unterstützen zudem die Funktionskreise. So ist der Tiger dem Funktionskreis Lunge zugeordnet, der Affe dem Funktionskreis Leber, der Hirsch dem Funktionskreis Niere, der Bär dem Funktionskreis Milz und der Kranich dem Funktionskreis Herz zugeordnet. 

https://www.youtube.com/watch?v=0ivpdbK0_Gc

Die Acht Brokate

Die Acht Brokate (chin. Baduanjin) gehören mit dem Taichi-Qigong und dem Spiel der fünf Tiere zu den so genannten bewegten Qigong-Formen (Dong-Gong), die als erstes in Europa unterrichtet wurden. In ihrem Ursprungsland sind sie weit verbreitet. 

 

Ihre Entwicklung geht bereits auf die Zeit der Song-Dynastie (960-1279) zurück. Baduanjin setzt sich aus acht einfachen Übungen zusammen, die den Körper sehr schön auf das Taichi-Chuan oder -Qigong vorbereiten. 

Dean-Qigong

Dean-Qigong oder auch Yang-Sheng-Tong-Mai wurde vom Qi-Gong Meister Dean-Li speziell für die Bedürfnisse des modernen Menschen konzipiert und  abgestimmt. Yang-Sheng-Tong-Mai heißt übersetzt: „Lebenspflege durch frei fließende Meridiane".

 

Die Übungen aus diesem System bestechen durch Ihre Einfachheit, da sie auch ohne vorgegebene Bewegungsabläufe oder Visualisierungen ausgeführt werden können. Sie sind somit auch im hektischen Alltag, wenn wenig Zeit oder Muße zur Verfügung steht, durchführbar und bilden einen angenehmen Kontrast und Ausgleich zum modernen Leben, das in vielerlei Hinsicht sehr kompliziert geworden ist.

 

Die Übungen können im liegen, sitzen, stehen oder im gehen, bewegt oder in körperlicher Ruhe ausgeführt werden und ermöglichen es jedem, sich schnell in den "Qigong-Zustand" zu begeben und Energie zu tanken. Einfache Übungen, um die Gelenke, die in der TCM als wichtige Energietore verstanden werden, zu pflegen,  ergänzen die Methode. 

Im Dean-Qigong wird  außerdem mit den sogenannten "Heilenden Lauten" und 48 wirkungsvollen Akupressurpunkten des Körpers gearbeitet.

 

Die Dean-Übungen gehören zum sogenannten „Neigong“ (inneres Qigong) und werden daher mit geschlossenen Augen und innerer entspannter Aufmerksamkeit durchgeführt. Die Übungen können von jedermann ausgeführt werden und setzen keinerlei Anspruch an die körperliche oder geistige Fitness voraus.

Anmeldung und Info

Christian Spruner von Mertz 

Telefon 040 - 99 99 31 55 

www.tai-chi-hamburg.de

mail@christian-spruner.de