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Taichi-Grundausbildung

Die Ausbildung

Taijiquan (auch Taichi-Chuan) ist eine alte Kampf- und Bewegungskunst, die aus der traditionellen Kultur Chinas stammt und sich seit einiger Zeit auch in unserem Kulturraum etabliert hat. Charakteristisch an ihr ist der langsame und entspannte Ablauf von ineinander fließenden, runden und spiralförmigen Bewegungssequenzen. Ursprünglich wurde Taijiquan für die Selbstverteidigung entwickelt. Heute dient es jedoch mehr der ganzheitlichen Entwicklung von Körper und Geist sowie deren Gesunderhaltung. Für ein tieferes Verständnis dieser Kunst und einer erhöhten Wirksamkeit für die Gesundheitsollte der Selbstverteidigungsaspekt jedoch auch Beachtung finden. Wer sich für Taijiquan entscheidet, übt sich auch in einer Kampfkunst. Eine Auseinandersetzung mit diesem Thema in der Grundausbildung ist daher wichtig, will man Taijiquan in seiner ganzen Bandbreite verstehen. Daher werden in der Grundausbildung auch die Partnerübungen (Tuishou) vermittelt.

Die SANBAO-Schule unterrichtet den Zhaobao-Stil. Zhaobao-Taiji (gespr. Djschaubau) ist ein hierzulande noch wenig bekannter Taiji-Stil. Erlernt wird innerhalb der 2 Jahre eine Miniform mit 10 Sequenzen, eine Kurzform mit 27 Sequenzen und eine Langform mit 81 Sequenzen. Hinzu kommen Basis-Übungen aus der chinesischen Heilgymnastik, dem stillen Qigong und dem Taiji-Qigong. 

Die Ausbildung beinhaltet mehr als nur die Vorbereitung darauf, eigene Kurse zu leiten. Sie ist auch als intensives Training zu verstehen, um ein starkes Energiefeld aufzubauen, das uns hilft, in unserer Mitte und im Fluss zu bleiben, innere Blockaden aufzulösen und störende/krankmachende Einflüsse von außen abzuwehren. Ein chinesisches Sprichwort lautet: „Wer sich in Taiji übt wird so geschmeidig wie ein Kind, so kraftvoll wie ein Holzfäller und so gelassen wie ein Weiser.“ 

Die Ausbildung entspricht den Allgemeinen Ausbildungsleitlinien (AALL) der Bundesvereinigung für Taiji und Qigong (BVTQ). Die Taiji-Grundausbildung dauert 2 Jahre und beinhaltet 18 Wochenenden à  12 Stunden Präsenzzeit. Die Ausbildungszeit umfasst somit insgesamt 216 Unterrichtsstunden bzw. 216 Unterrichtseinheiten (UE), plus 6 Stunden Heimstudium im fachwissenschaftlichen Teil. Insgesamt beträgt der Umfang der Grundausbildung somit 222 Unterrichtsstunden und 18 Creditpoints (CP),die dadurch erbracht werden (1 CP = 15 Stunden). Der fachpraktische Anteil beträgt 186 UE  (davon 60 UE Partnerübungen). Der fachwissenschaftliche Anteil davon beträgt 15 UE „Grundlagen der Didaktik und Lernmethodik“ (Modul 2 nach BVTQ). Der fachübergreifende Anteil davon beträgt 15 UE Grundlagen der Gesundheitsförderung und Prävention (Modul 6 nach BVTQ) .

Wer das Ziel Kursleiter „Prävention“ anstrebt kann und muss zusätzliche Ausbildungsmodule der Qilin Akademie dazu buchen (Module 1,3,4,5,7,8,9,10,11 und 12) . Im Taiji-Ausbildungskonzept der SANBAO-Schule ist aufgeführt welche Seminare über die Qilin Akademie zusätzlich belegt werden können, um dieses Ausbildungsziel zu erreichen.

Das Ziel 

Das Ziel der Schulung besteht darin, die Übungen zu verinnerlichen um sie selber anleiten und unterrichten zu können. Für denjenigen, der Interesse daran hat, selber einmal Taijiquan zu unterrichten, besteht daher die Möglichkeit, am Ende der Grundausbildung an einer Prüfung teilzunehmen. Es geht darum, sich ein breites Spektrum an Wissen und Übungen aus dem Taijiquan anzueignen, die je nach Bedarf gezielt eingesetzt werden können, um sich oder andere Menschen ins Gleichgewicht zu bringen und um einen abwechslungsreichen und interessanten Unterricht anbieten zu können. 

Ein weiteres Ziel der Ausbildung ist es, Gelassenheit und Mühelosigkeit im Umgang mit sich selbst und mit den Anforderungen des Lebens zu erreichen. Dieser Prozess kann auch als ein Sensibel-Werden für sich selbst und für den Umgang mit Anderen beschrieben werden. Die in den Übungen erfahrene Ruhe und Klarheit soll in das tägliche Leben mitgenommen werden. Der Mensch sollte seine Energie nicht in den alltäglichen Situationen wie Hektik, Stress, Ängsten und Machtkämpfen verlieren und aufbrauchen. 

Das Taijiquan hat einen assoziativen Charakter. Das bedeutet, dass sich seine Prinzipien und Ideen auf das alltägliche Leben übertragen lassen. Arbeit, Freizeit, Haushalt können praktisch zum Übungsfeld werden, in dem der Übende sich in den Taiji-Prinzipien schulen kann. Die Taiji-Prinzipien stellen somit eine Möglichkeit dar, mit den Situationen des täglichen Lebens und seinen Schwierigkeiten umzugehen. Es geht darum, das in der Versenkung der Soloform erlernte und in den komplexeren Partnerübungen vertiefte Körperwissen in den Situationen des Lebens anzuwenden. Ein Übungsziel ist es, nicht nur während des Unterrichts in den Taiji-Übungen die Prinzipien zu berücksichtigen, sondern darüber hinaus auch in anderen Dingen des Lebens einen entspannten, zentrierten und aufrechten Zustand beizubehalten. Dadurch kann Taijiquan die Lebenswelt, in der sich der Mensch aufhält, zu einem interessanten und kreativen Übungsfeld werden lassen. Die Lebenswelt kann in ihrer Erlebnisintensität gesteigert werden und an Tiefe und Inhalt gewinnen, indem die alltäglichen Dinge und Tätigkeiten durch die Taiji-Philosophie angereichert  bzw. bereichert werden. 

Die Taiji-Ausbildung hat darüber hinaus einen harmonisierenden Einfluss auf die Psyche des Menschen. Nach chinesischer Vorstellung bewirkt ein gemeinsames Praktizieren von Taiji oder Qigong das Aktivieren des „Fu-Qis“, der sogenannten Glücksenergie. Kurz gesagt: Das gemeinsame Üben von Taiji kann sehr zu einem subjektiven Glücksempfinden beitragen.

Zielgruppe

Da Muskelkraft und Ausdauer eine eher untergeordnete Rolle für das Ausüben von Taijiquan spielen, hat diese Bewegungskunst den Vorteil, für jeden Menschen erlernbar zu sein, unabhängig von seinem Alter oder seiner Konstitution. 

Sinn und Zweck ist es, die Übungen unmittelbar ins Leben zu integrieren und im persönlichen Alltag umzusetzen. Ihre vitalisierenden und assoziativen Eigenschaften können dem Taiji-Übenden zu einer dienenden Sache werden und ihn in dem, was er gerade tut, bzw. wo seine Begabungen liegen, unterstützen. Taiji ist daher in der Lage, jeden Menschen in seinen Vorhaben und seiner Tatkraft zu stärken. Somit ist diese Ausbildung eine Bereicherung für alle Menschen, die ihrem Leben und ihrer Tätigkeit mehr Lebendigkeit und Tiefgang verleihen möchten. Sie richtet sich daher an alle Menschen, unabhängig von Alter und Beruf.

Um einen Abbruch der Ausbildung während der  2 Jahre zu vermeiden, sollte dennoch vor dem Ausbildungsbeginn ein Vorgespräch geführt werden, in dem geklärt wird, ob die Voraussetzungen für den Beginn einer Ausbildung gegeben sind. Diese sind: 

  • eine durchschnittliche psychische und physische Stabilität und Belastbarkeit 

  • Offenheit und Interesse an den Ausbildungsinhalten und dem
    Ausbildungsansatz 

  • die Bereitschaft, sich selbst körperlich und geistig zu entwickeln 

  • Wenn man unterrichten möchte: die Möglichkeit, genügend Zeit im
    Lebensumfeld zu investieren, um die Inhalte einer Ausbildung zu wiederholen, zu vertiefen und die Übungen  regelmäßig zu praktizieren

  • Wenn man unterrichten möchte: Interesse und Bereitschaft, die Übungen und die dazugehörigen Lebensprinzipien an andere zu vermitteln 

 

Der Ablauf

Die Ausbildung ist so konzipiert, dass mit sehr einfachen Themen und Basis-Übungen aus dem Taijiquan begonnen wird und sich von dort in komplexere theoretische Inhalte und praktische Übungen eingearbeitet wird. Die Grundübungen und die Basisform aus dem Zhaobao-Taijiquan bilden das Fundament der Ausbildung, auf dem aufgebaut wird. Die Übungen aus der chinesischen Heilgymnastik, dem Taiji-Qigong, dem stillen Qigong sowie Partnerübungen ergänzen und bereichern die Praxis. Praxis und theoretische Inhalte wechseln einander ab, so dass sich das Gelernte durch die Übungen  festigen kann. Theorie (ca. 20%-30% Anteil) und Praxis(ca.70%-80% Anteil) ergänzen sich und ermöglichen eine optimale geistige Aufnahmebereitschaft für die Inhalte. 

Am Ende der Grundausbildung findet an einem gesonderten Tag eine Prüfung statt. Die Prüfung ist jedoch nicht unbedingt Bestandteil der Grundausbildung (siehe auch Ausbildungskonzept der SANBAO-Schule). Wer nicht unterrichten möchte, braucht auch nicht geprüft zu werden, es sei denn, er wünscht es, um sein Wissen zu festigen. 

Es ist somit für Jedermann möglich, an der Grundausbildung teilzunehmen, um von den Inhalten zu profitieren und um sich zu entwickeln, auch wenn keine Lehrtätigkeit angestrebt wird. Am Ende erhält jeder Teilnehmer ein Zertifikat, das bestätigt, dass er an der Grundausbildung erfolgreich teilgenommen hat. Wer an der Prüfung mit Erfolg teilgenommen hat, erhält eine entsprechende Urkunde, die seinen Ausbildungsgrad (siehe Ausbildungskonzept) bescheinigt.

Die Inhalte

Erstes Jahr

Im ersten Jahr beschäftigen wir uns in der Grundausbildung mit den grundlegenden theoretischen und praktischen Zhaobao-Taijiquan Kenntnissen sowie seiner Philosophie. Hinzu kommen weitere fachwissenschaftliche Inhalte aus der Methodik und Didaktik des Unterrichtens 

Fachpraktische Kompetenz 

  • Vermittlung der wesentlichen Übungen, Grundbewegungen und Formen in Theorie und Praxis:

  • Chinesische Heilgymnastik Set 1, 2 und 3 (kurze Varianten) 

  • Opening Set 

  • Standmeditation im Torbogenstand 

  • Zhaobao-Qigong Übungen 

  • Five Loosening Exercise nach Huang Xingxian

  • Vermittlung der Zhaobao-Taijiquan Miniform mit 10 Bewegungssequenzen
    unter Berücksichtigung der 8 Punkte des Zhaobao-Taiji 

  • Vertiefung und Korrektur der Zhaobao-Taijiquan Miniform in Bezug auf 10 Bewegungs- und Haltungsprinzipien:
    Vermittlung der Zhaobao-Taijiquan Kurzform mit 27 Sequenzen unter
    Berücksichtigung der 8 Punkte des Zhaobao-Taiji

  • Vertiefung und Korrektur der Zhaobao-Taijiquan Kurzform in Bezug auf 10
    Bewegungs- und Haltungsprinzipien

  • Vermittlung der Zhaobao-Taijiquan Langform (Erd-Variante) mit 81 Sequenzen
    unter Berücksichtigung der 8 Punkte des Zhaobao-Taiji

  • Anwendungen und Techniken der Bewegungssequenzen der Mini- und
    Kurzform in den Partnerübungen 

  • Grundlagen für Partnerübungen,um Standfestigkeit, Koordination und
    Durchlässigkeit und Nachgiebigkeit zu schulen 

  • Anwendungen und Techniken der grundlegenden Tuishou-Pattern 

  • Häufige Fehler in Bezug zu den Prinzipien 

  • Was ist Qi, was ist Taijiquan? Was ist Qi-Gong? Begriffe, Definition und Charakteristika

  • fachpraktische Grundkenntnisse des Yin und Yang-Prinzips

  • Entwicklungsgeschichte der vermittelten Form, Wurzeln des Taiji-Chuan. Geschichte und Entwicklung der Kampfkünste

  • Auswirkungen der Taiji-Übungen. Einsatz und Nutzen

  • Taijiquan-Philosophie in Bewegung: Daoismus, Qi und das Prinzip von Yin und Yang

  • Praktisches Basiswissen der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) 

  • Aspekte der Haltungs- Bewegungs- und Atemprinzipien 

 

Fachwissenschaftliche Kompetenz

Grundlagen der Didaktik und Lernmethodik: 15 UE (entspr. Modul 2 der Qilin Akademie)

Einführung in die Didaktik und Methodik des Unterrichtens

  • Vermittlungstechniken in Theorie und PraxisMerkmale eines ganzheitlichen Unterrichts

  • Merkmale eines demokratischen Unterrichts 

  • Grundlegende Aspekte von Stresserleben in Bezug auf die Didaktik

  • Lernstress abbauen durch gezielte didaktische Methoden

  • Realistische Erwartungen entwickeln

  • Persönliche Leistungsgrenzen erkennen und Pausen einhalten

Gruppen professionell leiten:

Phasen der Gruppendynamik:

  1. Forming

  2. Storming

  3. Norming

  4. Performing

  5. Adjourning

Gruppenleiterfunktion und Persönlichkeit z.B.

  • Auftreten

  • Lehrstil

  • Umgang mit Störungen

  • Über- und Unterforderung

Sport- und Bewegungspädagogik

  • Lernen im und durch das Taijiquan

  • Soziales Lernen und soziale Erfahrungen im Unterricht

  • Taijiquan als erlebnispädagogisches Instrument

  • Taijiquan mit jungen Menschen

 

Zweites Jahr 

Im zweiten Jahr geht es darum, das fachpraktische Wissen aus dem Taijiquan und speziell aus dem Zhaobao-Taijiquan zu festigen und zu vertiefen. Hinzu kommen weitere fachpraktische Inhalte aus der TCM und der Unterrichtspraxis für Menschen in besonderen Lebenslagen sowie fachübergreifende Inhalte aus der Gesundheitsförderung und Prävention.

Fachpraktische Kompetenz

Vertiefung und Erweiterung der Grundlagenübungen bzw. Grundbewegungen: 

  • Chinesische Heilgymnastik Set 1, 2 und 3 (Lange Variante)

  • verschiedene Standübungen (Zhan Zhuang)

  • Taiji Qigong-Übungen

  • Five Loosening Exercise nach Huang Xingxian

  • Opening Set

  • Vermittlung der Zhaobao-Taijiquan Langform (Erd-Variante) mit 81 Bewegungssequenzen unter Berücksichtigung der 8 Punkte des Zhaobao-Taiji

  • Vertiefung und Korrektur der Zhaobao-Taijiquan Langform in Bezug auf 10 Bewegungs- und Haltungsprinzipien

  • Anwendungen und Techniken der Bewegungssequenzen der Langform in den Partnerübungen

  • Anwendungen und Techniken weiterführender Tuishou-Pattern

  • Weiterführende Partner-Übungen zur Schulung von Koordination, Standfestigkeit, Struktur, Nachgiebigkeit (Weichheit) und Jin-Kraft

  • Vertiefung der grundlegenden Prinzipien des Taijiquan in den Partnerübungen

  • Vertiefung der erlernten Mini- und Kurzform

  • Erlernen und Vertiefen der Langform mit 81 Bewegungssequenzen

  • Zhaobao-Taijiquan und die fünf Wandlungsphasen; Einführung in die 5 Elemente-Formen des Zhaobao-Taijiquan: Erdform, Holzform, Feuerform, Metallform und Wasserform

  • Vermittlung von Einzel- und Kleingruppenarbeit und Korrektur

  • Die fünf Level des Taijiquan (nach Chen Xiaowang) 

 

Wesentliche Aspekte der TCM beim Taijiquan, die bei bestehenden Krankheiten relevant sind: 15 UE entspricht Modul 13 nach Al der BVTQ

  • Leitsymptome aus der Syndromdiagnostik erkennen und die Betroffenen sinnvoll mit Taijiquan und Qigong begleiten

    • Yin und Yang-Ungleichgewicht

    • Qi-Mangel und -Stagnation

    • Leitsymptome aus der Syndromdiagnostik

  • Kontraindikationen für bestimmte Übungen aus Sicht der TCM

  • Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen beim Üben aus Sicht der TCM

  • Das Modell der  fünf Wandlungsphasen der TCM und seine Einbindung in das Taijiquan

 

Unterrichts-Praxis für besondere Lebenslagen (z.B. Krankheit): 15 UE entspr. Modul 14 der Qilin Akademie

  • Verletzungsrisiken und Nebenwirkungen der Methoden

  • Kontraindikationen der Methoden

  • Umgang mit TeilnehmerInnen mit Einschränkungen und entsprechende Anpassung der Methoden. Grenzen der eigenen Kompetenz erkennen lernen.

Zum Beispiel

  • Einschränkungen durch Erkrankungen des Nervensystems wie Multiple Sklerose, Parkinson, Zustand nach Schlaganfall und ähnliches

  • Einschränkungen des aktiven und passiven Bewegungsapparates z.B. Venenerkrankungen, Bandscheibenprobleme, Schmerzsyndrom und ähnliches

  • Einschränkungen durch chronische Krankheiten

  • Einschränkungen durch psychische Krankheiten inklusive Posttraumatisches Belastungssyndrom und dissoziatives Verhalten​​

Umgang mit Teilnehmer/innen in verschiedenen Lebensabschnitten

zum Beispiel:

  • Kindheit, Adoleszent, Schwangerschaft, Alter

Erste Hilfe und Interventionen:

z.B. Ohnmacht, Schwindel, Asthmaanfall, Über- und Unterzuckerung, Herz-Kreislauf-Sensationen, Epilepsie, Schock

  • Mögliche Interaktionen und Synergien mit anderen Techniken der 

  • Entspannung, Spannungsregulation und Bewegung  

 

Fachübergreifende Kompetenz

Grundlagen der Gesundheitsförderung und Prävention Teil 1: 15 UE entspricht Modul 06 der Qilin Akademie

Soft Skills: Sozialkompetenz, Selbstkompetenz, Selbstorganisation

  • Authentizität, Selbstorganisation, 

  • Eigenverantwortung, Empowerment

  • Methoden der Persönlichkeitsentwicklung für Unterrichtende 

  • Resilienz und Antifragilität

  • Problembewältigungsstrategien

  • Flexibilität, Grenzen setzen, Gelassenheit 

Ergänzende Methoden aus anderen Entspannungs- und Bewegungssystemen

  • Transfer der Unterrichtsinhalte in den persönlichen Lebensalltag

  • Lernen im und durch das Taijiquan

  • Anpassung an berufsspezifische Haltungsgewohnheiten

  • Taijiquan als erlebnispädagogisches Instrument

Taijiquan und Qigong in verschiedenen Einsatzbereichen

  • Am Beispiel von Taijiquan mit jungen Menschen

 

Erläuterungen zu den Übungen

Zhaobao-Taijiquan

Es existieren verschiedene Taiji-Stile, wie der Yang-, Chen-, Wu-, und der Sunstil. Zhaobao-Taiji-Chuan (gespr. Djschaubau) ist ein hierzulande noch wenig bekannter Taiji-Stil. Zhaobao-Taiji zeichnet sich durch seine ganz besondere Geschmeidigkeit, Flexibilität und Leichtigkeit aus. Durch seine anmutige und elegante Bewegungsqualität vermittelt er einen sehr ästhetischen Anblick und ist außerdem sehr sanft und schonend in seiner Ausführung. Der Anfänger kann sich schnell in die Bewegungen hineinfühlen und bekommt somit einen einfachen Zugang zu dieser Kunst. 

Das wiederholende Praktizieren der Bewegungsabläufe ist ein wichtiges Übungsprinzip Im Zhaobao-Taijiquan. Durch das fließende, entspannte Durchlaufen der verschiedenen Bewegungssequenzen werden der Körper und der Geist sowohl gelockert als auch gestärkt. Das Hauptaugenmerk des Trainings liegt auf dem Üben der langen Form mit 81 Bewegungssequenzen. Sie ist so konzipiert, dass man an ihrem Ende ansatzlos wieder von vorne anfangen kann, um den Bewegungsablauf, so oft es Zeit, Lust und Verfassung erlauben, ohne Unterbrechung durchlaufen zu können. Durch das Variieren in den Bewegungen innerhalb des einen Ablaufes wird das Üben auch mehrerer Durchläufe nicht langweilig. Hinterher fühlt man sich erfrischt und energetisiert. Das Ziel des Formlaufens ist es, den Körper weich und geschmeidig zu machen und ihn gleichzeitig zu festigen und zu kräftigen. Die Methode, die angewandt wird, um  dies zu erreichen, ist die Entspanntheit in den spiralförmigen Bewegungen. Das wichtigste Prinzip lautet daher, sich leicht, entspannt und natürlich durch den Formablauf zu bewegen. Nichts sollte forciert oder erzwungen werden. Entspannung ist das oberste Gebot. Der Bewegungscharakter des Zhaobao-Taiji ist mild, sanft und gewandt und kann von allen Altersgruppen ausgeübt werden. Ältere und schwächere Menschen können die höheren Stellungen und die Form im langsamen Tempo mit kleinen Bewegungen ausführen, während junge und kräftige Menschen die tiefen Stellungen und die  Form im schnelleren Tempo ausüben können. Beide Methoden bilden Muskeln, Sehnen und Gelenke aus und stärken das Qi sowie den Blutkreislauf.

Die Bewegungen des Zhaobao-Taiji können bei vielen pränatalen Defiziten, postnatalen (erworbenen) Schwächen, vielen körperlichen Krankheiten, ja sogar bei sehr schweren Erkrankungen zur völligen Genesung führen. Führt man die 81 fortlaufenden, rollenden und kreisenden Bewegungsabfolgen  immer und immer wieder aus, so verfeinert und festigt man seine Körper/Geist/Energieeinheit immer mehr und es kommt mit der Zeit zu einem hohen gesundheitlichen Effekt. Wenn die Lebensenergie den Körper ungehemmt um- und durchfließt, können viele Krankheiten geheilt oder gelindert werden. Weil der menschliche Körper einen hohen Grad an Lockerheit erreicht und der Komplex des Hirnzentrums sich in einem Zustand hochgradiger Konzentration bei gleichzeitiger Entspannung befindet, haben Lebensenergie (Qi) und Blut im Körper die Möglichkeit, ungehindert zu fließen. Der menschliche Körper kann die Reizherde der Krankheiten, an denen er leidet, beseitigen. Der energetische Zustand der inneren Organe kann korrigiert und verbessert werden, die Fähigkeit des Körpers zur Krankheitsabwehr nimmt zu.

Tuishou

Im Taiji gibt es außer der Soloform auch die Partnerübungen, genannt „Kreisende-Hände“ (Tuishou). Tuishou beinhaltet Übungen im festen Stand und Übungen mit festgelegten Schritten sowie freies Spielen und Kämpfen. Die verschiedenen Anwendungen und Techniken aus der Form werden innerhalb der Kreisenden-Hände-Abfolgen mit einem Partner systematisch eingeübt und trainiert, um sie dann auf ein freieres Spiel zu übertragen.

Die Partnerübungen des Taijiquan sind Übungsformen, die an eine echte körperliche Auseinandersetzung angelehnt sind, ohne das Risiko von Verletzungen zu beinhalten. Anstelle des Kampffaktors tritt ein hoher Spiel- und Spaßfaktor. Durch die Kreisenden-Hände-Übungen kann man lernen, die Kraft und Bewegung des Partners zu erspüren und zu nutzen, sowie die Fähigkeit entwickeln, ihn zu kontrollieren, an ihm zu haften und in ständigem Kontakt mit ihm zu bleiben. Sie bilden die Sensitivität und Reaktionsgeschwindigkeit aus und festigen die Anwendung der Griffe und Hebel. Darüber hinaus kann man mit Hilfe der Partnerübungen seine Standfestigkeit enorm verbessern. Übungen aus dem Cheng Hsin von Peter Ralston fließen mit in den Tuishou-Unterricht ein und ergänzen ihn.

 

Zhaobao-Taiji-Qigong

Das Zhaobao-Taiji-Qigong, ist aus den Bewegungen der Taiji-Form abgeleitet. Charakteristisch für diese Qigong-Übungen sind die einfachen, leicht erlernbaren und sanften Bewegungen, die im Stehen durchgeführt werden. Im Unterschied zur Taiji-Abfolge bewegt man sich nicht durch den Raum und braucht daher weniger Platz. Die Übungen können daher auch gut zu Hause geübt werden.

Die Aufmerksamkeit wird ganz auf die rund-spiralförmigen und sanft  ausgedehnten Bewegungen sowie auf das sinnliche Erfahren der Lebensenergie "Qi" gelenkt. Der Atem wird mit den Körperbewegungen synchronisiert und fließt natürlich und sanft. Der Geist wird während der Übungen zentriert, ruhig und klar. 

Five Loosening Exercise

Die Fünf Lockerungsübungen sind Übungen, die entwickelt wurden von Taiji-Meister Huang Xingxian, selber ein Schüler von Taiji-Meister Zheng Manqing.

Die Fünf Lockerungsübungen werden auch übersetzt mit: Fünf Loslassübungen. Mit ihnen wird zunächst geübt, Bewegungen entstehen zu lassen aus dem Loslassen und Entspannen. Es wird ein Fundament für die Taiji-Bewegungen gelegt. Ohne Schritte wird das Zusammenspiel von Muskeln, Sehnen, Bändern, Gelenken wie eine Art Taiji-Tonleiter erlernt, welches in der Taiji-Form oder beim Push Hands die Grundlage aller Bewegungen bildet.

Stehende Säule

Die Stehende Säule („Zhanzhuang“) bildet zusammen mit den Taiji-Qigong- Übungen, dem stillen Qigong und der Heilgymnastik die Basis und ist für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen von Bedeutung. Die Stehende Säule ist eine Stehübung mit meditativem Charakter, durch die man einen festen, verwurzelten Stand und einen entspannten, aber zentrierten Geisteszustand herstellen soll. Der Zustand der Einheit (Wu-Ji) kann hierbei erfahren und mit in die Formabläufe genommen werden. Im Gegensatz zu den anderen Übungen finden hier keine äußeren Bewegungen statt. Es wird vielmehr versucht, Blockaden und unnötige Anspannungen durch innere Aufmerksamkeit im Körper zu lösen. Dadurch werden Meridiane (Energiekanäle), die den Körper durchziehen, geöffnet und die Energie (Qi) kann frei fließen. Durch regelmäßiges Stehen nach dieser Methode entwickelt der Körper eine stabile Struktur, die auch für die Selbstverteidigung von Nutzen sein kann.

Stilles Qigong

Dean-Qigong nennt sich die Qigong-Methode, die der Qi-Gong Meister „Dean-Li“ speziell für die Bedürfnisse des modernen Menschen konzipiert und darauf abgestimmt hat. Die Stille-Übungen aus diesem System bestechen durch ihre Einfachheit, da sie auch ohne vorgegebene Bewegungsabläufe oder Visualisierungen ausgeführt werden können. Sie sind somit auch im hektischen Alltag, wenn wenig Zeit oder Muße zur Verfügung steht, durchführbar und bilden einen angenehmen Kontrast und Ausgleich zum modernen Leben, das in vieler Hinsicht sehr kompliziert geworden ist. Die Übungen gehören zum so genannten „Neigong“ (inneres Qigong) und werden daher mit geschlossenen Augen und innerer entspannter Aufmerksamkeit durchgeführt. Die Übungen können von jedermann ausgeführt werden und setzen keinerlei Anspruch an die körperliche oder geistige Fitness voraus. 

Chinesische Heilgymnastik

Die „Chinesische Heilgymnastik“ besteht aus insgesamt  drei Übungs-Sets, die  aus sehr einfachen, leicht durchführbaren, sanften und sehr effektiven Dehn- und Lockerungsübungen bestehen. Die Übungen benötigen nicht so sehr die geistige Versenkung und sind daher schnell und überall durchführbar. Sie regen den Kreislauf auf sehr angenehme Weise an, bringen die Energie im Körper zum Fließen und pflegen die Gelenke, Sehnen und Muskeln. Die chinesische Heilgymnastik benötigt wenig Zeit und Raum und lässt sich daher gut in den Tagesablauf integrieren. Außerdem bereiten die Übungen den Körper sehr gut auf die Taiji-Form vor.

Opening Set

Das Opening Set besteht aus Übungen, die darauf abzielen die Gelenke und Bänder des Körpers noch stärker zu öffnen und zu dehnen. Dementsprechend sind sie körperlich etwas anspruchsvoller als die sanftere Heilgymnastik. Sie fördern das Loslassen und bereiten den Körper sehr intensiv auf den Formlauf und die Grundübungen vor, in dem das Gewebe sehr schön aufgewärmt, gedehnt und gelockert wird. 

Angebotene Hilfsmittel 

  • Handout: „Miniform Ablauf“, „Namen der Langform“, „Taiji-Grundlagen und Prinzipien“, „Standmeditation“, „Geschichte des Taiji“, „Taiji und Philosophie“, „Die Auswirkungen der Taiji-Übungen“, „Die fünf Level des Taijiquan“, „Methodik und Didaktik“,  „Die Erd-Form“, „Gruppen professionell leiten“, „TCM und Taijiquan“, „Taijiquan nach den 5 Wandlungsphasen“, „Taiji mit jungen Menschen“ , 

  • DVD Miniform und Kurzform

  • YouTube Einführungskurs

  • Vimeo-Lehrfilme

  • Bücher: Siehe Anhang

 

Organisatorisches

Die nächste Taiji-Grundausbildung beginnt im April 2022. Die Termine 2022 für die Ausbildungswochenenden (AW) sind wie folgt: 1.AW: 2/3 April, 2.AW: 14/15 Mai, 3.AW: 18/19 Juni, 4.AW: 20/21 August, 5. AW: 8/9 Oktober, 6. AW: 5/6 November. Die AW für 2023 werden im Januar 2022 bekannt gegeben. 

Der Ort der Ausbildung befindet sich in Hamburg Altona, in der SANBAO-Schule für Taiji und Qigong von Christian Spruner von Mertz in der Bahrenfelderstr. 201 a in 22765 Hamburg/Ottensen. Der Unterricht findet am Samstag und Sonntag jeweils von 9.45 -17.45 Uhr statt. In der Zeit von 13.00-14.30 Uhr findet eine Mittagspause statt, die auch der Erholung dienen sollte.

Wenn Corona-Auflagen einen Unterricht nicht möglich machen, wird die Ausbildung und Überweisung der Ratenzahlung solange ausgesetzt. Sollte es dennoch möglich sein,findet ein Hybrid-Unterricht statt, der es bei Bedarf ermöglicht auch von Zuhause aus an der Ausbildung weiter teilzunehmen.

Die Teilnehmerzahl ist auf 12 beschränkt. Um rechtzeitige Anmeldung wird gebeten. 

Kosten der Grundausbildung

Die Kosten der Ausbildung betragen 240,-€ für jedes Seminar (insgesamt 18 Seminare) und können monatlich in 24 Raten à 180 € und nach Absprache auch in 36 Raten à 120,- € bis spätestens zum 5. des Monats auf das Konto von Christian Spruner von Mertz HASPA IBAN: DE39 2005 0550 1242 4659 28 BIC: HASPDEHHXXX überwiesen werden. Für die Rechtzeitigkeit der Zahlung kommt es nicht auf die Absendung, sondern auf die Ankunft bzw. Gutschrift des Betrages an.

Sollte der Teilnehmer an Seminareinheiten wegen Krankheit oder anderen Gründen nicht an einem oder mehren Seminaren teilnehmen können, besteht kein Rechtsanspruch auf Erstattung der Kosten.

Der Teilnehmer erhält für 18 Monate ab dem Beginn der Ausbildung einen Rabatt von 10,-€ auf die Teilnahme an den wöchentlichen Kursen der SANBAO-Schule.

 

Anmeldung und weitere Auskünfte direkt beim Ausbilder:

Christian Spruner von Mertz

mail@christian-spruner.de

Tel. 040/99993155 H: 01792292631

Anmeldung und Info

Christian Spruner von Mertz 

Telefon 040 - 99 99 31 55 

www.tai-chi-hamburg.de

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